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Eltern demonstrieren für bessere Bildung

Rund 500 Berliner Eltern haben am Freitagnachmittag vor dem Abgeordnetenhaus für eine Verbesserung der Kitabetreuung in Berlin demonstriert. Die Veranstalter riefen die Bürger zudem auf, bis zum 16. Juli ihre Unterschriften zur Zulassung eines entsprechenden Volksbegehrens abzugeben. Das vom Landeselternausschuss Berliner Kindertagesstätten (LEAK) initiierte Volksbegehren («Kitakinder + Bildung von Anfang an = Gewinn für Berlin») strebt eine Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes an.
Die Eltern fordern unter anderem Teilzeitplätze für Kinder ab drei Jahren ohne Bedarfsprüfung sowie eine Verbesserung des sogenannten Betreuungsschlüssels für eine volle Leitungskraft von 161 auf 100 Kinder. Zudem müssten Vor- und Nachbereitungszeiten der Kita-Angestellten festgeschrieben werden, um eine kindgerechtere Bildungsplanung zu ermöglichen, heißt es im Wortlaut des Antrags.
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Ramona Pop, sowie CDU-Familienexpertin Emine Demirbüken-Wegner sicherten die Unterstützung des Volksbegehrens durch ihre Fraktionen zu. Demirbüken-Wegner betonte, dass angesichts des derzeitigen Personalschlüssels die im Berliner Bildungsprogramm von 2004 vorgesehene Sprachförderung an den Kitas nicht zu leisten sei.
Bis zum 27. Mai 2008 sind Angaben eines LEAK-Sprechers zufolge 12 032 Unterschriften geleistet worden. Für die Einleitung eines Volksbegehrens müssen die Initiatoren innerhalb eines halben Jahres 20 000 Unterschriften sammeln.
(Internet: volksbegehren-kita.de)
© ddp

Berliner Kurier, 1.6.08

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