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Genug geredet

Nachdem die Eltern jahrelang Kürzungen bei der Betreuung ihrer Kitakinder schlucken mussten, drehen sie den Spieß um. Mit dem Volksbegehren setzen sie den Senat unter Druck. Sie wollen sich nicht länger hinhalten lassen; das ist verständlich. Seit etlichen Jahren werden von der Politik Verbesserungen in der frühkindlichen Bildung versprochen – passiert ist nichts. Das viel gepriesene Berliner Bildungsprogramm bleibt angesichts fehlenden Personals Makulatur.
Mit Versprechungen für die ferne Zukunft kommt die Koalition jetzt nicht mehr weiter. Die Parteien sind zum Handeln gezwungen, denn die Eltern haben beste Erfolgsaussichten, sollte es zu einem Volksentscheid kommen. Der Verweis auf die begrenzten finanziellen Möglichkeiten des Landes ist berechtigt, aber er taugt nicht als Argument für das Nichtstun.
Ist doch längst unumstritten, dass sich Ausgaben im frühkindlichen Bildungsbereich langfristig auszahlen. Nun wird sich zeigen, wie ernst es der Koalition tatsächlich ist mit der Qualitätsverbesserung in den Kindertagesstätten.

Florentine Anders
Morgenpost, 29.7.08

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