Erklärung der SPD Berlin, 6.10.09

Kitas: Qualität gemeinsam weiter verbessern

Die Berliner SPD teile das Anliegen der Initiatoren des Kita-Volksbegehrens, die Kinderbetreuung weiter zu verbessern, erklärte der SPD-Landesvorsitzende Michael Müller. "Bildung bedeutet Zukunft, und beginnt für Kinder mit der Betreuung schon in frühesten Jahren. Der rot-rote Senat hat bereits vieles umgesetzt, um die Kita-Situation in Berlin zu verbessern."

Müller verwies auf eine aktuelle Umfrage, die gezeigt habe, dass Berlin die kinderfreundlichste Stadt Deutschlands sei. "Vom Senat wurde eine längere Betreuungszeit genauso umgesetzt, wie jetzt das Versprechen nach drei kostenfreien Kita-Jahren", so der SPD-Vorsitzende. "Die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus hat darüber hinaus bereits weitere Schritte auch für die stufenweise Qualitätsverbesserung der Kitas in Aussicht gestellt, die noch diese Woche in den Fachausschuss des Abgeordnetenhauses eingebracht werden. Dabei geht es um rund 5 Prozent mehr Personal und die Freistellung von Kita-Leiterinnen ab 100 Kindern."
Auch wenn das Anliegen des Kita-Volksbegehrens unterstützt werde, so Müller, könne Berlin die Kosten für die Forderungen in ihrer Gesamtheit auf einen Schlag nicht tragen ohne an anderer Stelle spürbar einsparen zu müssen. Müller: "Der Berliner Senat und das Abgeordnetenhaus müssen bei der Haushaltplanung das Interesse aller im Auge behalten. Die Forderungen des Kita-Volksbegehrens belaufen sich auf 166 Millionen Euro, wenn alle Berliner Kinder Betreuungsangebote wahrnehmen sogar auf bis zu 212 Millionen Euro. Die SPD-Fraktion ist weiterhin zu verantwortungsbewussten Gesprächen über die weitere Kita-Entwicklung bereit, wie wir sie schon gemeinsam geführt haben. Das Ziel, die Qualität der Kitas zu verbessern, lässt sich gemeinsam verwirklichen. Wichtig ist außerdem, dass die Verbesserung der Qualität nicht auf Kosten der Quantität gehen darf. Wir können in Berlin stolz sein auf ein breites und kostenfreies Kita-Angebot."
Von mancher Seite werde gerade versucht, Qualität gegen Quantität, auszuspielen, kritisierte der SPD-Vorsitzende. Aber gerade für Geringverdiener, oder sozial benachteiligte Familien seien die Kosten bei der Kinderbetreuung eine große Hürde. "Und es ist das erklärte Ziel der Berliner SPD, möglichst vielen Kindern die Möglichkeit auf einen Kita-Platz zu geben – für Bildung und letztlich soziale Teilhabe!"

www.spd-berlin.de/aktuell/news/oktober-2009/kitas-qualitaet-nicht-gegen-quantitaet-ausspielen/
6.10.09


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